ERKRANKUNGEN  
    Bei unseren Haustieren gibt es eine Vielzahl von Augenerkrankungen, die zum großen Teil, auch in ihrer Behandlung, denen des Menschen sehr ähnlich sind.

Viele der Erkrankungen können sehr schmerzhaft für die Tiere sein und bei falscher oder zu später Behandlung zum Verlust der Sehfähigkeit, oft auch zum Verlust des Auges selbst führen.

Augenschmerzen werden von Menschen als dumpfer, quälender Schmerz beschrieben. Tiere zeigen Schmerzen an den Augen nicht durch Schreien oder Winseln, sie sind oft einfach nur ruhiger und schlafen viel. Bei nicht ganz so schmerzhaften, aber irritierenden Erkrankungen zeigen sie vielfach häufiges Blinzeln oder Tränenfluss.

Viele Erkrankungen, wie zum Beispiel Lidfehlstellungen, Hornhautulzera oder -entzündungen, innere Augenentzündungen, Glaukom, Verletzungen und Fremdkörper oder Netzhauterkrankungen kommen bei allen Tierarten gleichermaßen vor.

Manche Tierarten neigen aber zu besonderen Augenerkrankungen, wie zum Beispiel das Pferd zur periodischen Augenentzündung, das Kaninchen zur Tränenkanalvereiterung, die Katze zum Hornhautsequester oder das Meerschweinchen zur ossären Choristie.

Erbliche Augenkrankheiten spielen vor allem beim Hund, aber auch bei Katze und Pferd eine große Rolle. Regelmäßige Untersuchungen sind sehr wichtig, um die Häufigkeit und Ausprägung der genetisch bedingten Erkankungen dokumentieren und damit langfristig zur Gesunderhaltung der Rassen beitragen zu können.

Die Behandlung von Augenerkrankungen besteht meist in lokalen Tropfen oder Salben, die in der Regel mehrmals am Tag verabreicht werden müssen, öfters ergänzt durch orale Medikamente. Manchmal bleibt nur eine Operation, um das Augenproblem des Tieres zu lösen.